Montag, 13. März 2017

ZETTEL


Marc Schmidt (DD)

Fünf Jahre habe ich gesammelt. Anschließend wurde sortiert und katalogisiert sowie digitalisiert und archiviert.
Durch willkürliche Kombinationen der Bestandteile der Sammlung werden neue Zusammenhänge erzeugt. Tausend Geschichten in einem Geschichtenheft.
Ein Groschenroman generiert vom Zufall und dennoch auch ein kontrollierter Vorgang. Du bist Rezipient, Produzent und Distribuent.
Mit deinem Erscheinen wirst du unweigerlich Teil des Prozesses. Denn: Nehmen füllt die Hände, Geben füllt das Herz.

Kurzvita Marc Schmidt ist 1987 in Dresden geboren und hat dort Landschaftsarchitektur studiert. Seit 2006 widmet er sich in zahlreichen Projekten der Kulturproduktion. Als selbsternannter Gestalter für Kulturen, Räume, Dinge ist er multifunktional und arbeitet konzeptionell wie praktisch mit unterschiedlichen Menschen, Orten und Materialien.

www.rotgruenblau.info


Eröffnung
17.03.2017, 1922 Uhr
mit Magazin, Aktion, Drucken zum Mitnehmen, mitmachen und wieder abgeben

geöffnet
18.+19.03.2017, 1518 Uhr
22. + 23.3.2017, 17-20Uhr

Dienstag, 28. Februar 2017

FÜNFMILLIONENEINHUNDERTVIERZIGTAUSENDZWEIUNDACHTZIG VON UNS

Veranstaltungsreihe RAUMANSICHTEN


Lisa Poelker (DD)


Der Weihnachtsbaum holt mit seiner grünen Pracht ein Stück echte Natur nach Hause. Wichtig ist, dass der Tannenbaum möglichst lange stehen bleiben kann, ohne dass unschöne Nadeln sich unter ihm breit machen. Deshalb bieten wir Ihnen hier ausschließlich bewährte Nordmanntannen an. Die Nadeln der Nordmanntanne sind schön abgerundet, sodass sie selbst feinen Strumpfhosen im Vorbeigehen nichts anhaben können. Nur Tannenbäume bester Qualität dürfen eine Tanne bei _ werden.
(Auszüge aus dem Werbetext eines 
Online-Anbieters für Weihnachtsbäume)

Lisa Poelker, geb. 1991 in Oldenburg, studiert an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden dreidimensionales Gestalten in der Klasse von Prof. Martin Honert. Ihre Arbeiten versteht sie 

als nonverbal formulierten Appell für eine lebendige und verantwortungsvolle Gestaltung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Der Ausstellung FÜNFMILLIONENEINHUNDERTVIERZIGTAUSENDZWEIUNDACHTZIG VON UNS liegt eine Raumarbeit zugrunde, die Motive des ursprünglichen Brauches, einen Baum ins Haus zu holen, aufgreift und zu Diskussionen über Zukunfts- und Istzustände von Natur in unserer heutigen Kultur anregt.

"FÜNFMILLIONENEINHUNDERTVIERZIGTAUSENDZWEIUNDACHTZIG VON UNS ist keine Einzelausstellung. Die Prozesse und Hervorbringungen meiner künstlerischen Zusammenarbeit sind nicht die einer Einzelnen. Es handelt sich um eine Interaktion von Menschen, die ihren Anteil daran jeweils anders benennen würden. Ebenso inspirativ wie das gemeinsame Schaffen ist für mich die gemeinsame Reflexion über das Entstandene. Ich freue mich auf anregende Gespräche im Ex14!"


http://cargocollective.com/lisapoelker


Eröffnung

03.03.2017, 19–22 Uhr

geöffnet

04.+05.03.2017, 15–18 Uhr



Sonntag, 19. Februar 2017

LEERMALEN

Veranstaltungsreihe RAUMANSICHTEN




Jakoba Schönbrodt-Rühl (DD)



Oft kaufe ich Papier und weiß schon (genau), was es soll. Manchmal aber muss Material sehr lange (in einer Schublade) warten und wenn es mich dann fragt, folge ich gerne (seinem Wunsch).
Sie wollen an die Luft, nach draußen. Wollen sich ausbreiten, am Licht sein. Oder: endlich das ermüdend Gespannte des Potentialseins gerinnen lassen in eine Festlegung. (Endlich wieder ein Übergang.)

At times I will buy paper knowing already (exactly) what it‘s for. Sometimes though some material has to wait for a very long time (in some drawer). Then, when it asks me, I‘m glad to follow (it‘s wish).
They want to be in the open air, they want to spread, to have light around. Or: move at last from the tiring tension of being potentiality into some concretion. (Finally, another transformation.) 



Eröffnung
24.02.2017, 19–22 Uhr

geöffnet
25.+26.02.2017, 15–18 Uhr

Dienstag, 31. Januar 2017

"THE NEW IS COMING SOON", sagte die Ruine im Gehen / powiedziala ruina, przechodząc

Veranstaltungsreihe RAUMANSICHTEN


Franziska Goralski, Jacek Jasko,
Sophie Lindner, Irène Mélix,
Anne Reiter, Theresa Schnell, 
Jakoba Schönbrodt-Rühl, 
Martin Wiesinger, Lea Zepf 
(CZE/DE/PL)


Die Ausstellung ist Teil mehrerer Reisen in die Tschechisch-Polnisch-Deutsche Grenzregion im Rahmen des Projekts Lost Places and Placed Histories. In den vermeintlichen Randlagen kommen die Geschichten näher und beginnen zu widersprechen. Sie hören auf einer einzigen Linie oder nationalen Narrativen zu folgen. Was bedeutet das für Landschaft, für Biographien und das Erinnern? Wer kommt und wer geht?  Die dritte Station des Projekts ist nicht von ungefähr Dresden. In den Diskurs um Erinnerungspolitiken wollen wir uns mit den Ergebnissen unserer Reisen einmischen. Neben den regulären Öffnungszeiten bieten die beteiligten Künstler_innen am Montag ein Gespräch in der Ausstellung an.  


Gefördert und unterstützt durch die Brücke Most Stiftung Dresden, das Institut für sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien


Eröffnung 
10.02.2017, 19 – 22 Uhr  

geöffnet 
11.+12.02.2017, 15 – 18 Uhr
13.02.17, 17.00 – 18.30 Uhr Künstler_innengespräch

Montag, 23. Januar 2017

WELCOME TO MY CRIB

Josefine Schulz (DD)

mit: Annegret Feistl, Berk Gündogdu, Roger Lehner, Layla Nabi und Theresa Rothe


Josefine Schulz arbeitet vorrangig mit den Medien Malerei und Fotografie, bedient sich in deren Inszenierungen dabei aber deutlich skulpturaler Ausgangspunkte. Weniger geht es Schulz in ihren Werken um eine bloße Reflexion des Verhältnisses von Malerei, fotografischem Bild und Accessoires, als vielmehr um ein bewusst initiiertes Spiel mit jenen intuitiven Erwartungshaltungen, wie sie sich gerade auch aus unseren alltäglichen Erfahrungskontexten ergeben.

So zeigt ihre situative Performancearbeit „Welcome To My Crib“ im EX14 Malerei als handelnde Figur, gemaltes Interieur als Materie und Wand als Leinwand, dabei wird keine großflächige formale Kontrolle über das Material oder die Protagonisten angestrebt – vielmehr widmet sie sich der Möglichkeit Gruppierungen zu forcieren und diese sich wieder lösen zu lassen. Dabei referiert sie auch über Künstler wie Robert Delaunay, Henri Matisse und Marcel Duchamp – indem sie fotografisch den vermeintlichen Blick durch ein Fenster in den Himmel freigibt. Schulz versucht dabei immer mit dem Verstand eines Anfängers zu arbeiten:

„Dieser Verstand spricht aus unendlicher Verwunderung stets über die Verwunderung selbst und bringt durch die Verwunderung Wesenheiten in die Welt, die jenseits der menschlichen Mythen und Träume stehen.“


Eröffnung
03.02.2017, 19–22 Uhr

geöffnet
04.+05.02., 15–18 Uhr